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MediGene neutral 28.11.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktie von MediGene (WKN 502090) weiterhin mit "neutral" ein.
Im Rahmen der 9M-Zahlen seien angesichts der Verschiebung der avisierten Vermarktungspartnerschaft für Leuprogel auf Anfang 2003, die Ergebnisprognosen für 2002 revidiert worden. Nunmehr werde - wie bereits eingestellt - ein Verlust in Höhe von bis zu 40 Mio. EUR erwartet. Im einzelnen hätten die (derzeit wenig aussagekräftigen) Erlöse aus Kooperationen mit Aventis und Schering nach neun Monaten 2,5 (Vorjahr: 5,9) Mio. EUR erreicht. Planmäßig weiter erhöhte FuE-Aufwendungen (+40% auf 26,6 Mio. EUR) sowie der Ausbau mittelfristig benötigter Geschäftsstrukturen hätten zu einem stark reduzierten EBIT geführt (-30,6 Mio. EUR; Vorjahr: -19,2 Mio. EUR). Das um Abschreibungen auf erworbene Forschungsprojekte (im Vorjahr) bereinigte Konzernergebnis sei deutlich auf -29,6 (Vorjahr: -15,2) Mio. EUR, das adjustierte Ergebnis je Aktie auf -2,65 EUR gesunken (Vorjahr: -1,39 EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln habe zum 30.09. bei 57 Mio. EUR bzw. 5,1 EUR je Titel gelegen (Vorjahr: 94,8 Mio. EUR bzw. 8,5 EUR je Aktie).
Die am weitesten fortgeschrittenen Forschungsprojekte Leuprogel (Prostatakrebs) und Polyphenon E (Genitaltumore) würden mittelfristig die Aussichten der Gesellschaft bestimmen. Die avisierte Verzögerung der EU-Zulassung von Leuprogel sei daher ebenso wie die Verschiebung des Abschlusses eines Vermarktungsabkommens negativ zu werten. Die Trennung von der Forschung im Bereich Herz-Kreislauf sei angesichts des harten Wettbewerbs, zu geringer Kompetenz sowie hoher Kosten (fast 10 Mio. EUR p.a.) dagegen zu begrüßen. Künftig fokussiere sich die Gesellschaft auf die Krebsforschung. Im Laufe des kommenden Jahres dürfte die neu gegründete Genovation bis auf eine Minderheitsbeteiligung aus der Bilanz verschwinden.
Jüngst erhaltene Patente für verschiedene Verfahren würden eine gewisse Sicherheit in der Produktentwicklung geben, seien jedoch nur begrenzt kursrelevant. Wichtiger würden die Anfang kommenden Jahres anstehenden Studienergebnisse (Phase I) des Entwicklungsprojekts mit Schering (Gehirntumore) sein. Ebenfalls im Frühjahr dürfte das mit positiven ersten Resultaten gestartete Projekt NV 1020 (Lebermetastasen) in Phase II eintreten. Die wohl wichtigsten Ereignisse würden das Produkt Leuprogel betreffen, das noch vor der Zulassung (2. Quartal 02e) einen Vermarktungspartner erhalten solle (incl. Einmalzahlung im Bereich um 5 Mio. EUR). Insgesamt dürften die Verluste in 2003 deutlich eingedämmt werden sowie die Pipeline klarere Konturen bekommen. Nach den Enttäuschungen in diesem Jahr seien diese Fortschritte jedoch auch entscheidend für einen nachhaltigen Erfolg von MediGene.
Die Entwicklungen der letzten Monate würden trotz reduzierter Erlöserwartungen zu einer leichten Anhebung der Gewinnprognose für 2003 führen (-2,48 EUR je Aktie nach -2,87 EUR). Unsicherheit herrsche weiterhin über die von einer positiven Kursentwicklung abhängige Aufnahme in den TecDAX (1. Quartal 2003). Angesichts zunächst fehlender Impulse und zögerlicher Fortschritte erwarte man trotz der moderaten Bewertung (Liquiditätsreserven Ende 02e: 4,2 EUR je Aktie) und charttechnischer Stabilisierung unverändert eine marktkonforme Performance.
Daher bewerten die Analysten von Helaba Trust die Aktie von MediGene unverändert mit "neutral".
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